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Haltung

 © 2001 - 2010  Gernot Kaden    Impressum

...dass der Guppy sehr anpassungsfähig und ver-mehrungsfreudig ist. Trotzdem stellt er für sein Wohlbefinden und für eine erfolgreiche Zucht einige Ansprüche, die der Pfleger hinsichtlich der Hal-tungsbedingungen beachten muss. Die Wasserwerte spielen keine ganz so große Rolle. Wenn möglich, sollte das Wasser mittelhart und der ph Wert über 7 sein. Die günstigste Wassertemperatur liegt bei 23 - 25° C. Tiefere oder höhere Temperaturen werden aber auch vertragen, haben aber einen negativen Einfluss auf die körperliche Entwicklung. Während sich bei tieferen Temperaturen das Wachstum ver-langsamt und die Farben ungenügend ausgebildet werden, kommt es bei höheren Temperaturen zu einer beschleunigten Entwicklung und kürzerer Lebenserwartung der Guppys. Ein Absenken der Temperatur um 2 - 3 ° in der Nacht, wirkt sich da-gegen positiv auf das Wohlbefinden der Guppys aus.
An die Beleuchtung stellt der Guppy keine beson-deren Ansprüche. Optimal wäre natürlich Sonnen-licht, was aber in den wenigsten Fällen geboten werden kann. Um den Guppy in voller Schönheit bewundern zu können, empfiehlt es sich, künstliche Lichtquellen nur mit vollem Farbspektrum einzu-setzen. Preiswerte Leuchtstoffröhren aus dem Bau-markt sind nur bedingt geeignet. Die Beleuchtungs-dauer sollte 12 Stunden betragen, um so einen Tag - Nachtrhythmus vorzutäuschen.                      
Für einen Zuchtansatz, 1 Männchen - 2 Weibchen,  ist ein 30  Liter Aquarium  ausreichend. Für die Aufzucht eines Wurfes, der bis zu 150 Junge bringen kann, reichen im ersten Monat  20 Liter-Becken, in denen nur eine mäßige Wasserbewegung zu sein braucht. Von Vorteil erweist sich hierbei der enge Kontakt der Jungfische, welcher zum Futterneid führt und so die jungen Guppys immer in Bewegung hält.
Nach und nach werden die jungen Guppys sortiert und in größere Becken umgesetzt, wobei man eine geringere Beckengröße durch öfteren Wasserwech-sel  ausgleichen kann.                     
Auf  Bodengrund kann verzichtet werden, was auch zweckmäßig für die Reinigung und dem wöchent-lichen Teilwasserwechsel ist. Als dekorative Gestal-tung und zum Schutz bzw. Rückzug der Guppys, eignen sich Pflanzen, die in kleine Schalen und Töpfe, oder auf Steinen und Wurzeln gebunden           
Es ist allgemein bekannt, ...
Zur Filterung und Wasserbewegung eignen sich, der Größe der Becken  angepasste, luftbetrie-bene Schaumstoffinnenfilter. Die Schaumstoff-patronen - oder Matten werden in Abständen von 3 - 4 Monaten gereinigt bzw. ausgespült.
Eine spezielle Guppykrankheit wird durch die Bakterie Flexibactor columnaris verursacht und ist als Columnaris - Krankheit bekannt. Damit be-fallen sind häufig Guppys aus asiatischen Ver-mehrungsbetrieben, denen man meist schon von weitem in den Händlerbecken ihre Krankheit an-sieht. Die Überlebenschancen dieser Tiere sind sehr gering. Um sich vor unerwünschten Über-raschungen zu schützen, beobachtet man neu-erworbene Guppys Quarantänebecken mindes-tens 4 Tage. Auftretene Krankheiten in einem Guppy-Aquarium, deuten fast immer auf un-günstige Lebensbedingungen hin und lassen sich zu 90% durch einen Teilwasserwechsel  und der Zugabe von Kochsalz (ohne Jod, 5 Gramm auf 10 Liter Wasser) heilen. Bei hartnäckigen Fällen ist die Anwendung von FMC zu empfehlen.
Um erfolgreich Guppys zu züchten, kommt der Fütterung besondere Aufmerksamkeit zu. Grund-sätzlich gilt, so abwechslungsreich wie möglich! Als bestes Futter eignet sich natürlich  selbst-gefangenes Tümpelfutter, wobei ich  mich der  vielverbreiteten Meinung, dass dadurch  Krank-heiten eingetragen  werden, nicht anschließe.
Der Guppy ist ein Allesfresser, der willig jedes dargereichte annimmt. Für die neugeborenen Jungfische, eignen sich besonders frisch geschlüpfte Artemia und zerriebenes Trocken-futter. Wichtig ist eine kontinuierliche Fütterung. Mit fortschreitender Entwicklung der jungen Guppys, wird die Auswahl an geeignetem Futter vielfältig: Grindal, Enchyträen, Daphnien, Mo-ina, Zyclops, Mückenlarven, Tubifex, jegliche Arten von Kunstfutter, getrocknete und zer-riebene Brennessel oder Petersilie, getrocknete und pulverisierte Algen wie z. B. Spirulina, gekochtes igelb, Joghurt, edelsüßer Paprika und natürlich das handelsübliche Frostfutter (man kann natürlich auch selbst frosten), der Guppy nimmt alles willig an.
                                          
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