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Gernot Kaden Tel.: 03501 585943 -  D2: 01626920487 -   gkdn1@compuserve.de

                                                                                                                                                                                          

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Es ist allgemein bekannt, dass der Guppy sehr anpassungsfähig und vermehrungsfreudig ist. Trotzdem stellt er für sein Wohlbefinden und für eine erfolgreiche Zucht einige Ansprüche, die der Pfleger hinsichtlich der Lebensbedingungen beachten muss. Die Wasserwerte spielen eine untergeordnete Rolle. Es gibt Züchter die haben gute Zuchterfolge in sehr weichem Wasser, während andere wiederum gute Guppys in hartem Wasser züchten. Hingabe und Leidenschaft lassen sich nicht in Härtegrade oder PH messen !

Für eine erfolgreiche Guppyzucht liegen die günstigsten Wasser- temperaturen bei 23-25 ° C. Tiefere oder höhere Temperaturen werden auch vertragen, haben aber einen negativen Einfluss auf die körperliche Entwicklung. Während bei tieferen Temperaturen das Wachstum verlangsamt ist und die Farben sich ungenügend ausbilden, kommt es bei höheren Temperaturen zu einer beschleunigten Entwicklung und kürzerer Lebenserwartung. Ein absenken der Temperatur um 2-3° in der Nacht wirkt sich sehr positiv auf das Wohlbefinden der Guppys aus.

Ansicht aus meinem Zuchtraum

Für einen Zuchtansatz, 1 Männchen und 2 Weibchen, ist ein 30 Liter Aquarium ausreichend . Für die Aufzucht eines Wurfes, der bis zu 150 Junge bringen kann, reichen im ersten Monat 20 Liter-Becken, in denen eine gute Wasserbewegung erzeugt wird. Von Vorteil erweist sich hierbei der enge Kontakt der Jungfische, der zum Futterneid führt und so die jungen Guppys immer in Bewegung hält . Nach und nach werden die jungen Guppys sortiert und in größere Becken umgesetzt, wobei man eine geringere Beckengröße durch öfteren Wasser- wechsel ausgleichen kann.

Auf Bodengrund kann verzichtet werden, was auch zweckmäßig für die Reinigung und dem wöchentlichen Teilwasser- wechsel ist. Als dekorative Gestaltung eignen sich Pflanzen die in kleine Schalen und Töpfe oder auf Steinen und Wurzeln gepflanzt werden. Zur Filterung und Wasserbewegung eignen sich der Größe des Beckens angepasste, luftbetriebene Schaumstoffinnenfilter. Die Schaumstoff- patronen werden bei dem wöchentlichen Teilwasserwechsel gereinigt und ausgespült.

Zuchtraum von Dieter Schöne (Bretnig)

An die Beleuchtung stellt der Guppy keine besonderen Ansprüche. Optimal ist natürlich Sonnenlicht, was aber in den wenigsten Fällen geboten werden kann. Um den Guppy in voller Schönheit bewundern zu können empfiehlt es sich, künstliche Lichtquellen nur mit vollem Farbspektrum einzu- setzen. Billige Leuchtstoffröhren aus dem Baumarkt sind nur bedingt geeignet .Die Beleuch- tungsdauer sollte 12 Stunden betragen, um einen Tag - Nachtrhythmus vorzutäuschen.

Zuchtraum von Günther Schramm (Großröhrsdorf)

Eine spezielle Guppykrankheit wird durch die Bakterie Flexibactor columnaris verursacht und ist als Columnaris-Krankheit bekannt. Damit befallen sind häufig Guppys aus asiatischen Vermehrungsbetrieben, denen man meist schon von weitem in den Händlerbecken ihre Krankheit ansieht. Die Überlebenschancen dieser Tiere sind sehr gering. Um sich vor unerwünschten Überraschungen zu schützen, beobachtet man neuerworbene Guppys in einem Quarantänebecken mindestens 14 Tage. Auftretende Krankheiten in einem Guppy-Aquarium, deuten fast immer auf ungünstige Lebensbedingungen hin und lassen sich zu 90%, durch einen Teilwasserwechsel und der Zugabe von Kochsalz (ohne Jod, 5 Gramm auf 10 Liter) und FMC heilen.

Um erfolgreich Guppys zu züchten, kommt der Fütterung besonderer Aufmerksamkeit zu. Grundsätzlich gilt , so abwechslungsreich wie möglich. Als bestes Futter eignet sich natürlich selbstgefangenes Teich- und Tümpelfutter, wobei ich mich der vielverbreiteten Meinung , dass dadurch Krankheiten übertragen werden, nicht anschließe. Der Guppy ist ein Allesfresser der eigentlich willig jedes dargereichte Futter annimmt. Für die neugeborenen Jungfische eignen sich besonders frisch geschlüpfte Artemia und fein zerriebenes Trockenfutter. Wichtig ist eine kontinuierliche Fütterung. Mit der fortschreitenden Entwicklung der jungen Guppys, wird die Auswahl an geeignetem Futter vielfältig : Grindal, Enchyträen, Daphnien, Moina, Zyklops, Mückenlarven, jegliche Arten von Kunstfutter, getrocknete und zerriebene Brennnessel oder Petersilie, getrocknete und pulverisierte Algen wie z.B. Spirulina, gekochtes Eigelb, Joghurt, edelsüßer Paprika und natürlich das handelsübliche Frostfutter (man kann auch selbst frosten), der Guppy nimmt alles an.

                                                                                                                                                                                          

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