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Die Grundfarbe Pink ist in den USA schon seit 1979 bekannt und wird dort Pingu genannt. Die bekannte Geschichte von der Entstehung bzw. Erzüchtung, nach mehreren tausend Versuchen, kann ich nicht so recht glauben. Nach Europa ist Pink etwa 1985 /1986 gekommen. Der erste Bericht kam von A. Svoboda in den ÖGG-Nach- richten. Anfangs wusste man nicht, um was es sich bei dieser neuen Form handelt. Es wurde sogar die Vermutung laut, dass es die doppelt rezessive Grundfarbe Creme ist. Anhand der Weibchen war dann relativ schnell erkennbar, dass es sich um eine neue, dem Gold sehr ähn- lichen Grundfarbe handelt. Nicht Einordnen konnte man den hellen, fast rosa wirkenden Schwanzstiel der Weibchen. Verpaarungen mit der Grundfarbe Gold brachten graue Nachkom- men und wiesen darauf hin, dass es sich um eine neue Grundfarbe handeln musste. Verwirrend und rätselhaft war die Tatsache, dass bei nicht rein- erbigen Pinkguppys Nigrocaudatus (halbschwarz) auftauchte. Nach verschiedenen Kreuzungen, haben dann Hans Großmann und ich herausge- funden, dass bei Pink aus der schwarzen Färbung des Nigrocaudatus eine rosa Farbe wird (warum es so ist, weiß bis heute niemand). Die rosa Farbe ist also kein Bestandteil der Grundfarbe sondern hängt mit der Deckfarbe Nigrocaudatus zusammen. Dass auf Pink aus dem Halbschwarz eine rosa Färbung wird, macht diese Grundfarbe so außerordentlich interessant. Die häufigsten Pinkguppys sind Triangel mit Moskau und Hs- weiß. Dabei wird aus Weiß ebenfalls rosa. Die ersten Autoren zur Grundfarbe Pink (1989 - 1994), haben einstimmig berichtet, dass inner- halb ihrer Stämme Kurzflosser auftraten, meißtens waren sie dunkelblau gefärbt. Die ers- ten Exemplare dieses kurzflossigen Typs habe ich 1991 auf einer Ausstellung in Ückermünde gesehen. Ausgestellt waren sie von Hans Luck- mann. Heute wissen wir, dass Pinkguppys ohne der Deckfarbe Nigrocaudatus die Ausbildung des Triangel unterdrückt. Auch hierbei hat sich Hans Großmann verdient gemacht, da er es anhand von Filigran nachweisen konnte. Leider sind Pinkguppys in Europa schon wieder auf dem Rückzug, was sehr schade um diese hochinteres- sante Form ist, die immer noch Rätsel aufgibt.
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