...Liebhabern erobert hatte, erkannte man sehr schnell die große Variabilität des Guppys und nutzte diese zur Durchführung von Wettbewerben. Die Bewertungsregeln wurden meist erst zu Beginn des Wettbewerbes bekannt gegeben und unter den Punktrichtern beschlossen. Meist wurden markante "Pfauenaugen" auf dem Körper, oder einzelne, lang ausgezogene Schwanz- flosenstrahlen mit Zusatzpunkten bedacht.
Nach dem Herauszüchten von verschiedenen For-men und der Gründung nationaler Züchterver-eine, wurde man sich der Nowendigkeit bewusst, feste Regeln für die Bewertung aufzustellen. Als erster erkannte Dr. O.-M. Störzbach, die großen genetischen Möglichkeiten, die in dem Guppy für eine Weiterentwicklung steckten und schuf auf dieser Grundlage einen Standard, der einfach, überschaubar und ausgewogen alle Kriterien für eine Chancengleichheit berücksichtigte. Diese Regeln wurden in der Folgezeit von vielen Züch-tervereinigungen übernommen und entsprechend unterschiedlichen Auffassungen zum Teil erheb-lich verändert. Mit fortschreitender, internati-onaler Zusammenarbeit und gegenseitigem Be-schicken von Ausstellungen, erwies sich das als nicht zweckmäßig, besonders als die Idee einer gemeinsamen Europameisterschaft verwirklicht wurde. Die Rufe nach einem einheitlichen Bewer-tungssystem wurden lauter und durch die Initia-tive der Österreichischen Guppygesellschaft, wurde 1981 das Internationale Kuratorium Guppy-Hochzucht (IKGH) gegründet und ein gemeinsamer Interhochzucht-Standard (IHS) erarbeitet, der sich an die Standards der ÖGG, DGF und des Arbeits-kreises Guppy im Kulturbund der DDR anlehnte. Heute ist dieser Standard in ganz Europa aner-kannt.